Besuch bei Oma und Uroma

Nach meinen Mittags-Verdauungsschlaf haben Mama und Papa meine Sachen gepackt und mich in meinen Rennsessel gesetzt. Da war mir klar, dass wir eine Runde mit dem großen Rennwagen drehen. Solange es nicht wieder zum Einkaufen ging, war mir alles recht. Schließlich kann ich doch so gut bei dem Gebrumme im Rennwagen schlafen.

Tja, und wir sind auch eine ganze Weile gefahren. Irgendwann bin ich dann von viel Lärm aufgewacht und hab direkt in das Gesicht von Oma Sybille geschaut. Also, nicht das ihr jetzt denkt, dass der Lärm von Oma kam. Wir haben sie nur kurz in ihrem Freibad besucht. Sie ist nämlich diejenige, die entscheidet, ob jemand ins Freibad rein darf oder nicht. Ich hab das eine ganze Weile beobachten können. Dabei habe ich festgestellt, dass die meisten Leute erfolgreich Oma mit Geld bestechen, nur um ins Freibad zu kommen. Upps, ich glaube, dass sollte doch niemand erfahren. Also, ich habe nichts gesehen …

Eine kurze Autofahrt später hieß es schon wieder aussteigen. Und plötzlich stand ich vor Uroma Dora. Die hat sich aber über meinen Besuch riesig gefreut. Später kam auch noch Tante Silke vorbei. Da ich schon sehr lange nichts mehr zu essen bekommen hatte, durften sie auch gleich bei meinem Abendessen dabei sein. Die haben nicht schlecht gestaunt, was ich schon so verdrücken kann. Und noch mehr haben sie anschließend über meine Rülpser und Pupse gestaunt. Aber wie soll schon Luther gesagt haben: „Was rülpset und furzet ihr nicht, hat es euch nicht geschmacket?“. Zum Glück bin ich ja noch ein Baby und darf das ohne Probleme. Wenn das der Papa macht, guckt die Mama immer etwas böse.

Natürlich wollten Uroma Dora und Tante Silke noch ein wenig mit mir kuscheln, womit ich überhaupt kein Problem hab. Als Krönung haben die beiden sich auch noch im Puppentheater versucht. Ich sag doch, Baby sein ist so schön …