Heute abend war ich mit Mama und Papa und meinen beiden „Tanten“ Bianca und Katja in Tübingen unterwegs.
Eigentlich wollten wir spontan bei dem schönen Wetter einen kleinen Spaziergang durch Tübingen machen und in einem Eis-Cafe einkehren. Aber da Katja und Bianca noch nicht soviel gegessen hatten und Mama und Papa auch nicht gerade den Eindruck gemacht haben, dass sie heute noch ein 3-Gänge-Menu kochen wollten, sind wir auf dem Weg zum Eis-Cafe im Biergarten hängen geblieben.
Beinahe hätte es von diesem Ausflug wieder mal keine Bilder gegeben, denn Papa hatte nur leere Batterien für die Kamera mitgenommen. Es war kurz vor Ladenschluss bzw. viele Geschäfte hatten schon am Nachmittag geschlossen — die Chancen noch Batterien kaufen zu können waren also nicht mehr sehr groß. Papa durfte deshalb erstmal durch halb Tübingen laufen auf der Suche nach einem offenen Geschäft in dem er Batterien kaufen konnte. Währenddessen haben wir Mädels es uns im Biergarten bequem gemacht. Ein Bier später hatte es dann auch Papa zu uns geschafft … strahlend mit einer Packung Batterien in der Hand. Wie ihr in dem Beitrag seht, musste er natürlich gleich ein paar Bilder mehr schiessen.
Endlich komplett konnten wir dann auch die Essens-Bestellung aufgeben. Dabei haben wir gelernt, dass unsere Bedienung das Fleisch am liebsten „blutig von der Pfanne küssen lässt“. Das habe ich nicht ganz verstanden, Katja hat sich aber davon nicht abschrecken lassen und trotzdem einen Zwiebelrostbraten bestellt. Wie man auf den Bildern sehen kann, hat es allen geschmeckt.
Nachdem die Großen fertig mit essen waren, konnte ich endlich auf mich und meinen Hunger aufmerksam machen. Zum Glück waren Mama und Papa diesmal so schlau gewesen und haben mir meine Portion mit eingepackt. Ehrlich gesagt hätte ich aber lieber etwas von Mama’s Käsespätzle mit Zwiebeln probiert. Aber mich fragt ja keiner … Also habe ich eben mit meinem Fläschchen angestossen. Kurze Zeit später konnte Katja vermelden: „Alles leer“.
Bevor sich einer meiner Leser sorgt und auf die Idee kommt das Jugendamt zu informieren: In meiner Flasche befand sich nur „Alles Gute und Nahrhafte“ von Mama. Das andere Gefäß hat Katja ganz allein geleert.
Achja, extra für Bianca habe ich mich heute mal von meiner besten Seite gezeigt. Sie meint nämlich, sie könnte etwas an mir kaputt gemacht haben, nur weil ich lauthals mal meine Meinung sage. Dann gibt sie mich meistens ganz schnell an Mama zurück. Heute habe ich aber kaum etwas gesagt und so getan als würde ich schlafen. Das hat ihr gefallen.
Und ich konnte feststellen, dass sich Bianca als Antrieb für meinen Rennwagen viel besser eignet als der Papa. So schnell sind die Häuser noch nie an mir vorbeigezogen. Und durch das Blocksteinpflaster hat es in meinem Rennwagen richtig gewackelt. Das war noch ein weiterer Grund, warum ich mal lieber nichts gesagt habe. Ich hätte durch das Rütteln und Wackeln so sehr gestottert, dass mich eh keiner verstanden hätte. Also habe ich es erst garnicht probiert. Ob das Absicht war von Bianca?
Kurz vor dem Nach-Hause-Weg hat der Appetit auf Eis doch noch bei den Großen gesiegt. Draußen war es zwar schon richtig dunkel (und meine Zu-Bett-geh-Zeit schon lange überschritten), aber das hat niemanden davon abgehalten unseren Spaziergang zum Eis-Cafe fortzusetzen. Und ich wäre ja schön blöd, wenn ich mich darüber beschweren würde. So haben sich die Großen noch ein paar Eiskugeln als Nachtisch gegönnt. 
Bianca wollte mir etwas von ihrem Eis abgeben, aber ich war noch sowas von satt von meiner Portion im Biergarten. Ich glaube, ich muss noch etwas schneller wachsen, damit ich auch so riesige Mengen wie die Großen essen kann. Ich finde, dass ist ein guter Plan, mit dem ich gleich heute Nacht anfangen werde.
So, jetzt werde ich erstmal eine Runde schlafen und von diesem schönen Ausflug träumen und erzählen. Mama und Papa können sich also auf eine unterhaltsame Nacht mit meinem Gefiepse und Gezitsche einstellen. Aber ich glaube, den beiden hat der Abend auch sehr gut gefallen. Schliesslich haben mir ja Katja und Bianca geholfen, die beiden den Abend über zu unterhalten. An anderen Tagen muss ich das immer ganz allein machen. Und glaube mir, dass ist alles andere als eine leichte Aufgabe.








